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Information der Veranstalter

Sprechen über: Einhörner – Fabelwesen zwischen Memekultur und kommerzieller Aneignung

Kostenlos im Freiraum des MK&G.

Bilder prägen heute in nie dagewesenem Maße unser gesellschaftliches Wissen und unsere politischen Vorstellungen. Mit der Digitalisierung haben sie einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren: Sie lassen sich schneller, variabler und professioneller denn je herstellen, verbreiten, teilen und interpretieren. Ob Selfies, Memes, Protestbilder oder Deepfakes – digitale Bildkulturen bestimmen, welche Narrative über Geschichte und Gegenwart sichtbar werden, und tragen zur Aushandlung von Macht und Teilhabe in der Gesellschaft bei. Wem wird geglaubt, wessen Leid erscheint als relevant und welche Ereignisse sind „wirklich passiert“? In der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ (Wagenbach Verlag) werden diese Phänomene rund um digitale Bilder untersucht und diskutiert.

Die neueste Ergänzung zur Buchreihe ist der Band „Einhörner“ von Annekathrin Kohout. Darin widmet sich die Autorin der Internetgeschichte des Einhorns und seinen wechselhaften Nutzungen zwischen früher Memekultur, Tech-Business und queerer Aneignung. Das Einhorn als Fabelwesen, Identifikationsfigur und Camp-Symbol begleitet jedoch nicht nur Räume im Netz, sondern auch die von Kunst, Subkulturen und Science-Fiction-Erzählungen. In einem Tischgespräch mit Annekathrin Kohout und Autor*in Aiki Mira möchten wir erfragen, warum Figuren wie die des Einhorns als Träger von Hoffnung, Identitäten und dystopischen Narrativen funktionieren und welche Rolle das Internet in dieser ambivalenten Zuschreibungsgeschichte spielt. Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an Interessierte der jüngsten Kulturgeschichte wie auch an Fans von Einhörnern.

Die Veranstaltungsreihe „Sprechen über: Digitale Bildkulturen“ ist eine Kooperation zwischen dem Freiraum im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und den Herausgeberinnen der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“. An drei Terminen werden jeweils ein Band und dessen Autor*in vorgestellt und im Gespräch mit Akteur*innen aus kultureller und politischer Bildung, Forschung und Kunst diskutiert.

Die Veranstaltung wird simultan in DGS gedolmetscht.

Die Reihe „Sprechen über: Digitale Bildkulturen“ wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Hinweis

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