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Information der Veranstalter

Good Boy

Wir wollen nur dein Bestes

Tommy ist 19 und ein Arsch. Seine Nächte verbringt er im Rausch. Wenn er ganz schlecht drauf ist, filmt er sich, wie Leute so richtig übel behandelt – bloß um’s später auf seine Insta-Account zu posten. In einer dieser Nächte fällt er einfach um und bleibt irgendwo auf dem Gehweg liegen. Wir sehen aber noch, wie ihn jemand „entführt“…

Im großzügigen Landhaus von Chris und seiner Familie (Ehefrau Kathryn und Sohn Jonathan) wird der neuen Haushälterin Rina das Haus gezeigt. Im Keller, stellt sich heraus, liegt Tommy angekettet und schläft. Als Rina weg will, droht ihr Chris, dass er weiß, dass sie kein Visa hat. Rina bleibt und stellt fest, dass Tommy wohl schon einige Zeit in dem Kellerraum „lebt“.
Wenn Tommy wach ist, wenn Chris kommt, um ihm Essen zu bringen, führt sich Tommy wie ein Berseker auf, wie eine Katze, die feststellt, dass sie in der Falle sitzt, mit aller Kraft. Chris antwortet ruhig. Später baut er ein TV im Keller auf und zeigt darauf Filme, in denen Leute sich bessern – und dann wieder alte Insta-Aufnahmen von Tommy.

Es kommt der Tag, an dem Tommy klar wird, dass er hier nur rauskommt, wenn er mitspielt, aber so ganz funktioniert „seine Familie“ dann doch nicht…

Der polnische Regisseur Jan Komasa hält gekonnt die Waage im Gleichgewicht, lässt unvermeidliche Mehrdeutigkeinen durchscheinen bis zum Schluss und entlässt das Publikum mit gemischten Gefühlen: Erlöserfantasie? Reflexion des Lebens im 21. Jahrhundert?


Pressestimmen
"Ein ebenso verstörendes wie kluges Gedankenexperiment über die Frage, ob der Mensch besser werden kann.", so artechock. Und: "Nicht nur als Gedan­ken­spiel, auch schau­spie­le­risch ist dieser Film ein Hoch­ge­nuss."
Epd Film über den Schauspieler Stephen Graham: "Auch in ’Good Boy’ überrascht seine Figur mit einigen Wendungen, die den irren Typ dank seines schauspielerischen Könnens in manchen Momenten nahbar, nachvollziehbar und zutiefst menschlich scheinen lassen."
Die taz schreibt, am Ende bestehe kein Zweifel daran, "dass Jan Komasa mit dieser gelungenen Provokation vielmehr zum Denken anregen als ideologisch Position beziehen will."

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