Grüner Daumen gesucht: Orte für Urban Gardening in Hamburg
Grau, grau, grau… Kennst du solche Ecken in deinem Viertel und hast Lust etwas zu verändern? Mittlerweile gibt es mehr als ein Dutzend Anlaufstellen für Urban Gardening in Hamburg, die zum gemeinsamen Säen und Ernten einladen. Schnapp dir deine Gartenklamotten und komm vorbei: Ohne Anmeldung, ohne Pachtvertrag, dafür mit tollen Nachbar:innen und frischem Gemüse aus dem Gemeinschaftsbeet!
Erst die Arbeit, dann die Pfannkuchen: Gemeinschaft feiern im FuhlsGarden

Der FuhlsGarden ist das erste und bislang einzige Urban-Gardening-Projekt in Barmbek, das schon seit 2015 besteht und von 25 Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen und mit unterschiedlichen Vorkenntnissen betrieben wird. In Kooperation mit der Kita „Die kleinen Strolche“ bewirtschaftet der Stadtgarten in Hamburg eine rund 70 Quadratmeter große Ackerfläche sowie 16 Hochbeete im Wendebeckenpark am Grünzug Langenfort. Was reif ist, wandert bei Kochabenden und Gartenfesten direkt in den Topf. Und zu holen gibt es reichlich: Zwischen Mangold und Tomaten wachsen auf dem Gelände viele alte Obstbäume, darunter Kirschen, Mirabellen und Zwetschgen. Die anfallenden Arbeiten im Garten werden gemeinschaftlich angegangen – wobei sich die Mitglieder abwechseln, sodass der Garten ein- bis dreimal wöchentlich versorgt wird. Alle freuen sich auf das Apfelfest im September: Die Ernte wird an Ort und Stelle zu Saft gepresst, zu Mus eingekocht und mit frischen Pfannkuchen unter freiem Himmel verputzt.
Info: FuhlsGardenÖffnet ein neues Browser-Tab, Steilshooper Str. 230, 22307 Hamburg-Nord
Hühnergegacker, Lagerfeuer & Backhaus: Bauernhofromantik im BaLuGa

Vor zwölf Jahren war der Bahrenfelder Luthergarten, genannt BaLuGa, noch eine Kleingartenkolonie. Pastor Björn Begas hatte das einst völlig zugewachsene und verwilderte Grundstück in seiner Gemeinde bei einem Spaziergang entdeckt. Mit dem Einsatz freiwilliger Helfer:innen ist daraus ein wahres Kleinod entstanden, wo du dich auf unterschiedliche Weise einbringen kannst: beim Gärtnern im Gemüsegarten, beim Brotbacken im gusseisernen Holzofen, oder bei den Aktionstagen am ersten Samstag im Monat (inklusive Lagerfeuer). Du musst nicht mitarbeiten, um den 14.000 Quadratmeter großen Stadtgarten in Hamburg zu nutzen: der Metallbauwagen mit eingebautem Kamin, der blühende “Bibelgarten” oder das Baumhaus inmitten verwunschener Ecken und geheimnisvoller Gänge laden zum Verweilen ein. Drumherum finden Hühner, Bienen und Tauben ein naturnahes Zuhause. Dank wechselnder Projekte und Events ist im Luthergarten immer etwas los, sei es beim Osterfeuer, den Freiluftgottesdiensten oder dem Open-Air-Kino.
Info: Luthergarten BahrenfeldÖffnet ein neues Browser-Tab, Holstenkamp 87, 22525 Altona
Lerne das Einmaleins des nachhaltigen Anbaus im Mitmach-Garten auf Gut Karlshöhe

Du möchtest ökologische Zusammenhänge nicht nur theoretisch verstehen, sondern in die Praxis eintauchen? Dann solltest du den Mitmach-Garten auf Gut Karlshöhe besuchen. Seit 2021 dient die rund 80 Quadratmeter große Lern- und Versuchsfläche als ressourcenschonendes Outdoor-Labor, wo in diesem Jahr Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Kohl, Mais, Zwiebeln, Bohnen und Mangold, Johannis- und Walderdbeeren wachsen. Am ersten Donnerstag im Monat gibt es einen kurzen Input zu einem Gartenthema, wie zum Beispiel zur Herstellung von Kräuter- und Heilsalben oder zur Wintervorbereitung im Garten. Getroffen wird sich von Frühjahr bis Herbst jede Woche am Donnerstag ab 16 Uhr. Aktuell ist die Gruppe recht klein (etwa fünf oder sechs Menschen), doch das macht Urban Gardening in Hamburg auch aus: Du kommst schnell ins Gespräch, kannst etwas Neues ausprobieren und von den anderen lernen.
Info: Permakultur Mitmachgarten,Öffnet ein neues Browser-Tab Hamburger Klimaschutzstiftung, Karlshöhe 60d, 22175 Wandsbek
Raus aus dem Hörsaal, rein ins Beet: Urban Gardening in Hamburg für einen grünen Campus!

Stell dir vor: Ein Campus voller Bienen und Schmetterlinge, Obst und Gemüse – das ist die Vision von WurzelWerk, einem jungen Projekt für Urban Gardening in Hamburg. 2015 haben sich einige Studierende, Dozierende und Interessierte zusammengetan, um auf der Fläche gegenüber des Ententeichs, direkt auf dem Hauptcampus der Universität, ein paar Hochbeete aufzubauen. Mit der Zeit veränderte sich nicht nur die Gruppe der gärtnernden Menschen, sondern es kamen Sitzgelegenheiten und ein Geräteschuppen hinzu. Doch das reicht dem WurzelWerk nicht: Schritt für Schritt will die Gruppe weitere Flächen auf dem Unigelände mit Wildstauden, regionalem Saatgut und Nistmöglichkeiten für Bienen verschönern: erst die ungenutzte Rasenfläche vor dem Audimax und zuletzt der Naturgarten am Bahrenfelder Campus. Eine Immatrikulationsbescheinigung ist keine Mitgliedsvoraussetzung: Bei den offenen Pflanz- und Aktionstagen kannst du ohne Voranmeldung mithelfen.
Info: WurzelWerkÖffnet ein neues Browser-Tab, Von-Melle-Park 11 (Innenhof), 20146 Hamburg
Der Wandergarten ist auf Achse: Urban Gardening in Hamburg als Pop-Up-Konzept

Der Wandergarten zieht als mobiles Urban-Gardening-Projekt für zwei bis drei Jahre durch die Stadt und macht Halt in verschiedenen Hamburger Vierteln: von April bis Mai am Berta-Kröger-Platz in Wilhelmsburg, im Juni und Juli in Rothenburgsort und ab August in Hamm. Ob auf Parkplätzen oder in Fußgängerzonen – die Hochbeete auf Rollen sollen für mehrere Wochen ein bisschen Natur direkt vor deine Haustür bringen. Workshops, Feste und Aktionen sorgen für noch mehr Leben rund um die Beete: vom gemeinsamen Gärtnern über Koch-Events bis zur “Krautschau”, bei der du aus Wildkräutern vom Wegesrand Kräuterlimonade oder Kräuterbutter zauberst. Wenn die bunten Beete weiterziehen, hinterlässt der temporäre Garten seine Spuren im Viertel. Auf der Veddel entstand so der “Inselgarten Light” – eine Mini-Version aus drei Hochbeeten, die von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde und Ehrenamtlichen weiterbetreut wird.
Info: Hamburger WandergartenÖffnet ein neues Browser-Tab, Osterbrookpl., 20537 Hamburg
Zwischen Kirche und Schule: Der GRÜN(T)RAUM wächst mit seinen Mitgliedern

Mitten im ersten Corona-Lockdown des Juni 2020 steckten ein paar Gartenbegeisterte die Spaten zusammen, um für ihren GRÜN(T)RAUM zu kämpfen: ein Urban-Gardening-Projekt in Heimfeld. Rund zehn Ehrenamtliche, die sich selbst als “Grün(t)räumer:innen” bezeichnen, kümmern sich gleich um zwei Bereiche: den Kirchengarten neben der St. Paulus-Kirche und den “Geheimen Garten” des Friedrich-Ebert-Gymnasiums. Neben Schulklassen bringen Studierende der TU Hamburg frischen Wind und kluge Ideen in die Beete. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Schon ein interaktiver Gartenerlebnispfad mit Kräuterspirale und Insektenhotels ist fertiggestellt, während für 2027 eine große Kunst-Ausstellung rund um die Globalen Nachhaltigkeitsziele in den Startlöchern steht. Neue Gesichter sind immer willkommen: beim wöchentlichen Gartentreffen (mittwochs, 14 bis 18 Uhr) oder im Gartencafé auf dem jährlichen Heimfelder Sommerfest kannst du die Grünträumer:innen kennenlernen.
Info: GRÜN(T)RAUMÖffnet ein neues Browser-Tab, Petersweg 2, 21075 Hamburg
Der Stephanusgarten in Eimsbüttel erntet fette Umweltpreise

Kaum zu glauben, wenn man heute im Stephanusgarten steht: Im Jahr 2012 war hier nur eine namenlose Grünanlage aus Schotter- und Rasenflächen, bis Christine Stecker an einer Baumscheibe insektenfreundliche Wildpflanzen aussäte. Über die Nachbarschaftsplattform nebenan.de stießen immer mehr Eimsbütteler:innen zum Urban Gardening in Hamburg, woraus echte Freundschaften, spontane Grilltreffen und noch mehr Wildblumenwiesen entstanden – bis heute komplett privat finanziert. Weil so viel grünes Herzblut und ehrenamtliches Engagement auffällt, gab es 2016 den Umweltpreis des NABU sowie den Umwelt- und Gesundheitspreis der Handwerkskammer als fettes Dankeschön obendrauf. Heute ist der Stephanusgarten aus dem Viertel nicht mehr wegzudenken: Gefeiert wird jedes Jahr am letzten Sonntag im August beim Gartengeburtstag sowie bei den gemütlichen Gartenflohmärkten.
Info: StephanusgartenÖffnet ein neues Browser-Tab, Lutterothstraße 100, 20255 Eimsbüttel
Urban Gardening im Hamburger Bunker: Der KEBAPgarten will hoch hinaus

Dass eine Gemeinschaftsleistung wirklich etwas bewegen kann, beweist der KulturEnergieBunker in Altona: 2010 entstand das Hamburger Urban-Gardening-Projekt aus dem Protest gegen die geplante Moorburgtrasse zur Auskopplung von Fernwärme. Eine Gruppe von Aktivist:innen wollte zeigen, dass Energie auch dezentral, bürgernah und klimafreundlich funktionieren kann. Ihr Ort: ein leerstehender Bunker. 2011 wurden am Fuße des Betonklotzes die ersten Hochbeete gezimmert und der Verein KEBAP e.V. gegründet. Seitdem wird möglichst im Kreislauf gegärtnert: Bioabfälle werden zu Kompost, Pflanzen wachsen in Mischkultur und eigenes Saatgut sichert die nächste Gartensaison. Unter der Woche gehört der Garten den Jüngsten, die hier gemeinsam mit Schulen und Kitas lernen und entdecken. Bald geht’s hoch hinaus: Auf dem 769 Quadratmeter großen Bunkerdach soll ein Acker mit Gewächshaus, Solarmodulen, Urban Gardening, Ruhe- und Workshopflächen entstehen.
Info: KEBAPgarten am BunkerÖffnet ein neues Browser-Tab, Schomburgstr. 6, 22767 Hamburg
Kater-Erholung mal anders: Urban Gardening in Hamburg auf dem Gartendeck

Nur wenige Minuten von der Reeperbahn entfernt versteckt sich im Betty-Heine-Stieg, hinter dem Israelitischen Krankenhaus, das “Gartendeck” für Urban Gardening in Hamburg. Schon seit 2011 rettet das Projekt St. Paulis grüne Seele und hat im April 2019 sein heutiges Zuhause in der Simon-von-Utrecht-Straße gefunden. Zäune oder Spießbürgertum suchst du hier vergebens, denn alle Beete werden gemeinschaftlich gehegt und gepflegt. Zwischen Bio-Gemüse und Kräutern summen sogar eigene Kiez-Bienen und sorgen für mehr Leben im Viertel. Ab April stehen die Tore jeden Samstag von 15 bis 17 Uhr offen – und sobald die Sonne rauskommt, triffst du hier garantiert ein paar Kiez-Bewohner:innen, die ihren Kater mit einer kalten Limo und frischer Erde an den Fingern auskurieren. Wer keine Lust zum Gärtnern hat, sollte trotzdem in dem Hamburger Stadtgarten vorbeischauen: Regelmäßig finden hier auch Kochabende, Kleidertauschpartys oder Yoga-Sessions statt.
Info: GartendeckÖffnet ein neues Browser-Tab, Simon-von-Utrecht-Straße 4, 20359 Hamburg
Beim Afterwork Gardening beginnt dein Feierabend auf dem Friedhof

Du willst nach der Arbeit den Kopf freikriegen? Alle zwei Wochen findet ab 18 Uhr das Afterwork Gardening im Biodiversitätspark auf dem Friedhof Bornkamp in Altona statt. Gemeinsam kümmern sich die Beteiligten dort um blühende Wiesen, Waldgärten und sogenannte “Tiny Forests” – Mini-Wälder, die auf kleiner Fläche Kohlenstoffdioxid binden und Lebensraum für bedrohte Insekten und Vögel bieten. Hinter dem Urban-Gardening-Projekt stecken zwei Brüder, die der Hamburger Betonwüste den Kampf angesagt haben: Finn und Lasse Peters. Die beiden haben WeField e. V. im Jahr 2020 mit einer klaren Vision gegründet: Ungenutzte Brachflächen in und um Hamburg in Ökosysteme zu verwandeln. Dafür brauchen sie die Hilfe der Nachbarschaft – also auch dich!
Info: Friedhof Bornkamp, Ruhrstraße 103, 22761 Hamburg
Grünes Wunder im Oberhafen: Urban Gardening auf dem Industriegelände

Auch im Oberhafen wird fleißig gebuddelt: Die Garten AG arbeitet seit 2018 daran, einen Hamburger Stadtgarten zwischen die alten Backsteinhallen, Bahngleise und Baustellen zu bringen. In dem Kreativquartier spiegelt sich der Experimentierwille in den vielen Projekten: Hier wachsen Obstbäume, Chilis reifen in Paletten-Hochbeeten und hofeigene Bienen summen um die Wette. Neben Schulgärten und Insektenhotels gibt es sogar Liegewiesen, einen Technikbaum und eine eigene Gartensauna. Hinter dem Projekt steht die Initiative “Grau trifft Grün”, die durch das Gärtnern Menschen mit Beeinträchtigungen eine wertvolle Beschäftigung an der frischen Luft ermöglicht. Wer selbst den Spaten schwingen will, darf sich einbringen: Das Team trifft sich jeden Dienstag um 17:30 Uhr.
Info: Oberhafen 5+1 e.V.Öffnet ein neues Browser-Tab, Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg
Genug gegärtnert, Zeit zum Entspannen! Mach einen Spaziergang im Grünen und entdecke die schönsten Parks in Hamburg.